WIEN/BRÜSSEL. In ihrem World Report 2012 hat Human Rights Watch auf besorgniserregende Trends innerhalb der EU hingewiesen. Die EU und die Regierungen der Mitgliedstaaten seien im vergangenen Jahr kaum bereit gewesen, Menschenrechtsverletzungen innerhalb der EU entgegenzutreten, obwohl sie die Bedeutung der Menschenrechte für den Arabischen Frühling betonten.
In dem 676-seitigen Bericht beurteilt Human Rights Watch die Menschenrechtslage in über 90 Ländern weltweit. Österreich wird zweimal in Zusammenhang mit anderen Staaten erwähnt: Im Fall des ermordeten tschetschenischen Asylwerbers Umar Israilov weigerte sich Russland, mit den österreichischen Ermittlern zusammenzuarbeiten. Dem Begehren Serbiens, Jovan Divjak auszuliefern, kam Österreich aus menschenrechtlichen Erwägungen nicht nach.
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