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Offizieller Bericht bestätigt unkontaktiertes Volk auf Ranch in Paraguay

In einem offiziellen Bericht hat Paraguays Indianer-Behörde INDI bestätigt, dass ein unkontaktiertes Volk auf dem Gebiet einer Ranch im nördlichen Chaco lebt. Die Ranch wird von dem umstrittenen brasilianischen Viehzuchtunternehmen River Plate More »

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Zum Tag der Menschenrechte erhält die erste arabische Frau den Friedensnobelpreis

Heute zum Tag der Menschenrechte wird im Rathaus von Oslo der Friedensnobelpreis an Tawakkul Karman aus Jemen und die Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf sowie die Bürgerrechtlerinnen Leymah Gbowee, beide aus Liberia, überreicht. Die More »

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Kein Grund, sich auszuruhen

153 der nun 159 Vertragsstaaten des Antilandminenvertrags besitzen keine Minen mehr. 35 von 50 Staaten haben die Herstellung beendet. Mehr als 40 Millionen Minen wurden seit Inkrafttreten des Abkommens 1999 vernichtet. Kurzum: More »

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Gibe III Damm: UN fordert Antwort von Äthiopien

Aus wachsender Sorge um den Bau des kontroversen Gibe III Staudamms in Äthiopien, haben die Vereinten Nationen (UN) nun eine dringende Informationsanfrage an die Regierung gerichtet. Das UN-Komitee gegen Rassendiskriminierung (CERD) hat More »

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Menschensafaris überschatten UN-Welttourismustag

Tourismus und Reisen können Kulturen verbinden und ein “Sprungbrett für den Weltfrieden” darstellen, so die Vereinten Nationen. Doch während die Welt am Dienstag den 31. Welttourismustag begeht, hat Survival International von einem More »

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Neues Logo für Menschenrehte gekürt

Nach einem fünf Monate dauernden, weltweiten Wettbewerb wurde am Freitagabend parallel zur UN-Vollversammlung in New York ein neues Zeichen vorgestellt, das helfen soll, den Kampf für Menschenrechte rund um die Welt zu More »

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Paraguay: Regierung von Rinderbaronen erpresst

In Paraguay versuchen brasilianische Rinderbarone die Regierung im Konflikt um das Land unkontaktiert lebender Indigener zu erpressen. Die Ayoreo-Indianer hatten im vergangenen Jahr einen Rechtsanspruch auf das Land durchgesetzt, doch die Viehzüchter More »

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Dürre in Afrika

Die angekündigte Katastrophe von Thomas Ihm In Somalia sind mehrere Regenzeiten ausgefallen. Die Vereinten Nationen sprechen inzwischen von der schwersten Dürre seit 60 Jahren. Zwar sind auch andere Regionen am Horn von More »

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UN lässt unkontaktierte Indigene im Stich

Die Vorzeigeinitiative für Unternehmensverantwortung der Vereinten Nationen (UN) wird laut Ayoreo-Indianern in Paraguay missbraucht, um Menschenrechtsverletzungen zu verhüllen. Sprecher des indigenen Volkes, das teilweise noch unkontaktiert lebt, haben an den UN Global More »

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Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Der Welttag der Migranten und Flüchtlinge ist ein erstmals 1914 von Papst Benedikt XV. mit dem Dekret Ethnografica studia unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufener Gedenktag, der seither jährlich abgehalten wird. More »

Die deutschen Spezialisten für Menschenrechte!

Ja wir haben sie, die immer bereiten Spezialisten für Menschenrechte. Sie sind schnell dabei, wenn es um deutsche politische Interessen geht. Zählen wir einige von ihnen auf: Volker Beck, der auf dem Israel-Kongress von Honestly Concerned sprach. Er setzt sich so stark für Julia Timoschenko ein. Tom Koenigs, grüner Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, ebenfalls. Ingo Schulz, Bündnis 90, die Grünen. Markus Meckel von der SPD, bläst ins gleiche Horn. Er zieht sogar seinen Hut vor Markus Löning, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, dass er so klar Position bezieht. Alles für Frau Timoschenko und gegen die Menschenrechtsverletzungen der Ukraine. Schwor diese “Jeanne d`Arc“ der Ukraine nicht schon vor zehn Jahren, nach ihrer Entlassung aus der Untersuchungshaft ganz in Weiß gekleidet, ihren politischen Gegnern Rache? Julia Timoschenkos System kennt nur Freunde und Feinde, unvergessen bis heute ihr Machtkampf mit Juschtschenko, wo sie schon damals versuchte, westliche Verbündete für ihr Machtstreben und ihre Geldgier für sich zu gewinnen. Warum setzt sich Kanzlerin Merkel also schon seit Monaten so vehement für die Freilassung der, wegen umstrittener, und für Timoschenko sehr gewinnbringende Gasgeschäfte mit Russland verurteilte Politikerin ein? Soll Timoschenko in Deutschland behandelt werden, um dann eine neue Runde im ukrainischen Wahl/Machtkampf einzuleiten? Noch bis zur ukrainischen Parlamentswahl im kommenden Herbst? Diese Einmischung in die ukrainische Politik könnte für Deutschland mehr als unangenehm werden. Wichtiger als die machtbesessene Politikerin scheinen mir die vielen unschuldig einsitzenden politischen Häftlinge. Hier zeigt sich erneut das traurige Schauspiel der deutschen Politik, die für die wirklichen Menschenrechtsvergehen kein Auge hat.
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Im Schatten von Guantanamo

Die Auslieferungsentscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Die am Dienstag getroffene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), Großbritannien die Auslieferung von fünf mutmaßlichen Terrorverdächtigen an die US-Justiz zu erlauben, sagt eine Menge aus über den Zerfall demokratischer Prinzipien in ganz Europa.

Im Juli 2010 begann der EGMR, sich mit dem Fall zu befassen. Das offensichtlichste juristische Problem, auf das das amerikanische Auslieferungsersuchen stieß, war die Europäische Menschenrechtskonvention. Dabei handelt es sich um den internationalen Vertrag, auf dessen Grundlage das Gericht einst gegründet worden ist. Er enthält eine Anzahl von Prinzipien, die der Auslieferung und den Praktiken der US-Regierung widersprechen.

In der Konvention heißt es zum Beispiel, dass jeder, der in Gewahrsam genommen oder verhaftet wird, “umgehend einem Richter vorzuführen” ist und “innerhalb angemessener Zeit das Recht auf einen Prozess oder auf Freilassung bis zum Prozess hat“.

Die beiden von dem Auslieferungsverfahren betroffenen Ausländer, Adel Abdul Bary, ein Ägypter, und Khaled al-Fawwaz, ein Saudi, sitzen seit zwölf Jahren ohne Prozess in Haft.
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Ausgrenzung, Armut, Achselzucken: Zur Situation der Roma in der Ukraine

Europas Fußballfans hoffen auf ein Kiewer Sommermärchen. Politiker in aller Welt verfolgen aufmerksam das Schicksal Julia Timoschenkos. Viele Ukrainer fragen sich, wie lange und zu welchem Preis sie noch mit russischem Erdgas heizen können. Angesichts der Dominanz solcher Themen spielt die Lage der ukrainischen Roma in der politischen Debatte innerhalb und außerhalb des Landes allenfalls eine marginale Rolle. Doch auch in der Ukraine illustriert die Situation dieser Bevölkerungsgruppe eine Problematik, die sich in vielen Ländern Europas beobachten lässt: Weitgehend abseits von den Schlaglichtern des gesellschaftlichen Diskurses und der Massenmedien dreht sich ein Teufelskreis aus Armut, Perspektivlosigkeit, Kriminalität und Diskriminierung. Still und leise vollzieht sich so eine Tragödie, die grundlegende Fragen zum Selbstverständnis und zum Wertefundament von Staat und Gesellschaft aufwirft.
Quelle: http://ukraine-nachrichten.de/ausgrenzung-armut-achselzucken-situation-roma-ukraine_3579_meinungen-analysen
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Menschenrechte im Sport – eine vereinsinterne Angelegenheit?

Die Würde des Menschen ist unantastbar. So jedenfalls lautet es im deutschen Grundgesetz, Artikel 1 (Abs. 1). Als weitere Grundrechte sind unter anderem die Rechte auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und auf freie Meinungsäußerung dort verankert. Auch darf niemand wegen seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden…

Welchen Stellenwert aber haben diese Grundrechte im Sport? Wie verhalten sich die großen Sport-Organisationen, wenn im Breiten- wie im Leistungssport permanent vorsätzlich und gezielt gegen diese und weitere grundlegende Menschenrechte verstoßen, wenn die Würde des Menschen ganz offen und unverblümt mit Füssen getreten wird?
Was unternehmen Sportbünde und -verbände, wenn Sportler für eigenständiges Denken ‚abgestraft’ oder gar erpresst werden, wenn statt freier Meinungsäußerung ‚Maulkörbe’ zur Tagesordnung gehören, wenn zielgerichtet gedemütigt und schikaniert wird, wenn auf bemerkenswerte sportliche Erfolge nicht Ehrung und Auszeichnung folgen, sondern übelste Nachrede bis hin zur verbalen ‚Hinrichtung?
Welche Konsequenzen drohen Verantwortlichen, wenn psychische Gewalt im Sport zu nachhaltiger Beeinträchtigung der Lebensqualität oder gar zu gesundheitlichen Schäden des Opfers führt, wenn die Kriminalpolizei sich veranlasst sieht, wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu ermitteln, wenn dieses ‚Fertigmachen mit Methode’ nicht einmal vor Kindern und Jugendlichen Halt macht – wenn gemobbt wird, was das Zeug hält?
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Die jungen Reporter von Uhaki News

Im Ostkongo werden die Menschenrechte mit Füssen getreten, Politiker und Medien sind korrupt. Dagegen wehren sich die jungen Journalistinnen von Uhaki News.
«Sie töten den Journalismus», sagt Passy Mubalama. Die Reporterin arbeitet in der ostkongolesischen Stadt Goma und ist nicht gut auf ihre Kollegen zu sprechen. «Viele haben hier ein grosses Problem mit der Ethik», schimpft sie und meint Journalisten wie Paluku Ziharlirwa (Name geändert). Er berichtet gegen Bezahlung in einem kirchlichen Fernsehsender, was seine Geldgeber anordnen. Er vermittelt Verträge, mit denen Hilfsorganisationen und andere Institutionen feste Sendezeiten kaufen, um ihre Nachrichten zu verbreiten. Selbst wenn er hören würde, dass der Chef einer solchen Hilfsorganisation Geld unterschlage, bliebe er «professionell», wie Ziharlirwa sagt.
Das bedeutet für ihn, dass er nicht recherchieren würde, ob die Vorwürfe stimmen. Sein Job sei es, «den Ruf seiner Auftraggeber zu fördern». Ziharlirwa nennt das «unabhängigen» Journalismus. Er weiss es nicht besser. Angeblich hat ihm niemand beigebracht, dass Werbung und Journalismus verschiedene Dinge sind und dass Berichten gegen Geld korrupt ist.
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Die moderne Sklaverei

Die Ausgrenzung eines jeden Menschen ist Rassistisch. Auch Arbeiter die als Menschen zweiter Klasse beschäftigt werden. Oder anders ausgedrückt „Wegwerfarbeiter“ werden diskriminiert
Arbeiten für 6€ Brutto
Wenn Managergehälter eine Steigerung um 300% haben aber zugleich immer mehr Leiharbeiter sich von 7€ Brutto und noch weniger ernähren sollen; die Politik wegschaut weil die Lobby dieser Banditen mehr Druck ausüben kann als die Arbeiterklasse, dann sollte man sich Gedanken über die Zukunft Deutschlands machen.
In Deutschland arbeiteten Ende Juni 2011, 910.000 Leiharbeiter, so die neusten Zahlen der BA (Bundesagentur für Arbeit)
Wenn die Drogeriekette Schlecker eine Vermittlungsagentur (Menia) gründet um die eigenen Beschäftigten durch Leiharbeiter zu ersetzen, dann geschieht dass doch nicht aus Herzensgüte.
Ein Schelm wer da böses vermutet. Kurz erklärt; die Kette entließ tausende von Mitarbeitern, damit sie wieder für weniger Lohn, angestellt werden konnten. Laut Experten ist dies zwar untragbar aber wer hört schon auf Experten. Der Trick besteht darin, dass Lebensmittelkonzerne sogenannte Werkverträge mit Fremdfirmen abschließen und deren Arbeiter zu miesen Bedingungen beschäftigen. Schuften für 5€ Brutto sind keine Seltenheit, auch nicht wenn der Staat einen Mindestlohn gesetzlich verankert. Bei mehr als 4000 Zeitarbeitsfirmen in Deutschland ist der Konkurrenzkampf sehr groß. Das bedeutet im Umkehrschluss, je weniger der Zeitarbeiter bekommt, desto mehr Gewinn hat die Firma.
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In Rumänien sollen Kindergärten die Roma aus der Armut holen

Araci (APA/AFP) – Voller Stolz präsentieren die Kinder im zentralrumänischen Araci ihr Wissen. Auf die Frage, welche Vögel im Frühling zurückkehren, rufen sie „Störche und Schwalben“. Dann zählen sie bis 20. Was für viele Kindergartenkinder in Westeuropa selbstverständlich ist, bietet den Kleinen der rund zwei Millionen Roma im Land die einzige Chance, einem Leben in Armut zu entfliehen. 2010 startete die Nichtregierungsorganisation Ovidiu Rom hier, in einem der ärmsten EU-Mitgliedsländer, das Projekt „Jedes Kind in den Kindergarten“.
Für Szilard Dullo, Rektor der Schule von Araci, ist frühkindliche Bildung ein „wichtiger Schritt im Kampf gegen den Teufelskreis aus Armut – Schulversagen – Armut“. Rumänien hat nach Zahlen des europäischen Statistikamts (Eurostat) EU-weit mit fast 49 Prozent die höchste Armutsrate bei den unter 17-Jährigen. Zum Vergleich: Für alle EU-Länder liegt dieser Wert bei 27 Prozent. Nach Angaben des rumänischen Bildungsministeriums erreichen nur drei Prozent der Roma-Kinder eine höhere Schule. Oft sind die Eltern Analphabeten, viele leben in bitterer Armut.
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Afghaninnen leiden wie bei den Taliban

400 Frauen sind in Afghanistan wegen “Sittenverbrechen” eingesperrt. Dabei sind sie meist die Opfer, etwa von Vergewaltigung. Die Regierung achtet die Rechte von Frauen immer noch nicht. Von Agnes Tandler
Für Samira gibt es kein Happy End: Sie ist noch ein Kind, doch die 16-jährige Afghanin war schon zweimal verheiratet. Vor gut einem Jahr fasste das junge Mädchen mit den dunklen Augen einen mutigen Beschluss. Heimlich verließ sie das Haus ihres Mannes an der Grenze zu Pakistan und stieg in einen Bus. Allein. Es war das erste Mal, dass Samira ohne Mann oder Familie unterwegs war.
Sie hatte Angst. Vor der Polizei, die sie finden und zurückschicken könnte, vor der Rache der Familie und Angst, im Gefängnis zu landen. Denn in Afghanistan reicht es, dass eine Frau davonläuft, um sie wegen “moralischer Vergehen” für Jahre hinter Gitter zu bringen – ganz egal, ob sie vor einem gewalttätigen Ehemann, vor systematischer Misshandlung durch die Familie oder aus einer Zwangsehe flieht.
Nach einer Studie der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) sind etwa 400 Frauen und Mädchen, mithin etwa die Hälfte aller inhaftierten Frauen in Afghanistan, wegen “Sittenverbrechen” eingesperrt. Dazu zählen neben der Flucht vor dem Ehemann auch Sex außerhalb der Ehe – ob freiwillig oder erzwungen spielt dabei keine Rolle.
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Neue ungarische Justiz bringt Menschenrechte in Gefahr

Der Europarat stärkt die Zweifel der EU an der Unabhängigkeit der ungarischen Justiz. Auch das Menschenrecht auf ein faires Gerichtsverfahren sehen die Experten bedroht.

Straßburg/Brüssel. Für Ungarns Premier Viktor Orban wird es immer ungemütlicher. Während er die EU indirekt mit der Sowjetunion vergleicht, bescheinigt ihm die Venedig-Kommission des Europarats, dass seine Justiz reform eine Gefahr für die Menschenrechte ist und die Unabhängigkeit der Justiz bedroht. Ein Sprecher von EU-Justizkommissarin Viviane Reding, die im Jänner mehrere Verfahren gegen Budapest eröffnet hat, begrüßte das Gutachten am Mittwoch.

Machtkonzentration

Denn die Rechtsexperten des Europarats finden ähnliche Punkte bedenklich wie die EU-Kommission: “Das Hauptproblem ist die Machtkonzentration in der Hand des Präsidenten des nationalen Justizbüros”, schreiben sie. In keinem anderen Mitgliedstaat des Europarats verfüge eine einzelne Person im Justizsystem über so viele Kompetenzen. Der Präsident agiere als zentraler Entscheidungsträger, sei niemandem wirklich Rechenschaft schuldig, habe großen Ermessensspielraum bei den Entscheidungen und unterliege kaum Kontrolle.

Die aktuelle Amtsinhaberin ist Tünde Szajerne Hando, die Ehefrau des Orban-Vertrauten Joszef Szajer. Sie darf Richter ernennen, versetzen, ihnen Fälle zuteilen und entziehen sowie über die Budgets der Gerichte bestimmen. Dass die Präsidentin für neun Jahre eingesetzt wurde, stört den Europarat ebenfalls.
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In Haft oder obdachlos auf der Straße: Neuer Bericht dokumentiert dramatische Situation von Flüchtlingen in Ungarn

Flüchtlinge werden in Ungarn systematisch inhaftiert. Nach der von Misshandlungen geprägten Haft werden die meisten Flüchtlinge über kurz oder lang auf die Straße gesetzt. Dennoch werden Flüchtlinge von Deutschland nach Ungarn abgeschoben.

„Sie gehen von Zelle zu Zelle mit einem Tablett voller Pillen. Wenn du sie nimmst, dann wirst du vergessen. Die Pillen machen, dass du aussiehst wie ein Zombie und dein Gesicht bewegt sich nicht mehr,“ berichtet H.G., ein 21jähriger Flüchtling aus Afghanistan über seine Zeit in Nyírbátor, einem ungarischen Flüchtlingsgefängnis nahe der Grenze zur Ukraine. H.G. landete in dieser ungarischen Haftanstalt, nachdem er 2010 von München nach Ungarn abgeschoben worden war.

H.G. ist einer von vielen Flüchtlingen, die im Rahmen der Dublin-II-Verordnung von Deutschland nach Ungarn abgeschoben wurden und dort in Haft landeten. Obwohl bekannt ist, dass Flüchtlinge in Ungarn unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert werden und ihnen später Obdachlosigkeit droht, werden Flüchtlinge noch immer von Deutschland und anderen EU-Staaten nach Ungarn abgeschoben – nach Ansicht von PRO ASYL eine klare Verletzung von Flüchtlings- und Menschenrechten. PRO ASYL fordert die Bundesregierung daher auf, die Inhaftierung von Schutzsuchenden nach Ungarn auszusetzen.
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